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 Die Geschichte der FFW Wurmannsquick

 

Gründung

Leider sind über die genaue Gründung der FFW Wurmannsquick keine Unterlagen mehr vorhanden, sodass dass das Datum der Entstehung eigentlich unbekannt ist. Es sind jedoch in einem alten Stammbuch eine Anzahl von Aufnahmen in die Wehr mit dem 25. März 1875 niedergeschrieben worden. Dieses Datum wird als Gründungsdatum des Freiwilligen Vereins vermutet.

Großeinsatz der neuen Marktwehr

Kurz nach der Gründung wurde die Feuerwehr am 3. Juni 1875 bei einem verheerenden Brand, bei dem innerhalb von 2 Tagen neben der Kirche 38 Häuser und 35 Nebengebäude in Flammen standen, auf Probe gestellt. Mit dem damals bestmöglichen Mittel, dem Löscheimer (Ledereimer) wurde der Brand durch eine Menschenkette vom Seeweiher aus bekämpft.

Erste Maschinelle Unterstützung

6 Jahre später, 1881, erhielt die FFW Wurmannsquick eine Löschmaschine (frühere Bezeichnung für Feuerspritzen), wobei es sich um eine Saug- und Druckspritze der Löschmaschinenfabrik Justus Braun aus Nürnberg handelte. Sie wurde mit Pferden gezogen und war mit einer Sturmlaterne ausgestattet. Sie ist heute noch erhalten und wird im gemeindliche Bauhof aufbewahrt.

1928 bekam die Feuerwehr Wurmannsquick eine Motorspritze (Fabrikat Paul Ludwig), die den Feuerwehrmitgliedern viel an Arbeit ersparte.

Die Kriegszeit

Leider sind in der Zeit des so genannten 3. Reiches keine Aufzeichnungen vorhanden, da auch viele der Feuerwehrkameraden in den Krieg ziehen mussten und manche dabei auch ihr Leben als Soldat und Freiwilliger Helfer der Feuerwehr Wurmannsquick verloren haben. Als 1945 die Amerikaner nach Deutschland einrückten, besetzten sie auch Wurmannsquick, und entwendeten der Feuerwehr Wurmannsquick die Feuerspritze und benutzten sie zwecks entfremdet zum Waschen ihrer Fahrzeuge. Nachdem die Spritze später in Reischach gefunden und wieder instand gesetzt worden war, nahmen die Amerikaner die Feuerspritze ein zweites mal in Besitz. Seitdem wurde sie nicht mehr gefunden, sodass das Landratsamt Eggenfelden der Wehr eine andere Feuerspritze zustellen musste.

Erstes Feuerwehrauto

Anfang der fünfziger Jahre leistete ein gebrauchter Dodge aus US-Army Beständen, ausgestattet mit einer DKW-Spritze, treuen Dienst als erstes Feuerwehrauto für die Wehr aus Wurmannsquick. Nach immer häufiger auftretenden Problemen bei Reparatur des Fahrzeuges, beschloss der Marktrat 1971 den Ankauf eines LF 8 mit einer neuen Tragkraftspritze. 1972 konnte das Einsatzfahrzeug von der Feuerwehr mit Stolz übernommen werden.

Neues Feuerwehrhaus

Als die Feuerwehr mit der Zeit immer moderner und größer wurde, reichte der Platz im alten Feuerwehrhaus in der Simbacherstraße nicht mehr aus. Der Marktrat kam schließlich 1970/71 mit der Feuerwehr zu dem Entschluss, das neue Feuerwehrgerätehaus in der Hinteren Marktstraße (heutige Feuerhausgasse) einzurichten.

Bald war ein 2. Feuerwehrfahrzeug nötig

2 Jahre später kaufte die Feuerwehr Wurmannsquick ein gebrauchtes Tanklöschfahrzeug der FFW Oberammergau. Da Kunststoff eine immer größere Rolle in den Haushalten spielte, wurde beschlossen, das Fahrzeug mit vier Atemschutzgeräten auszustatten. Doch auch mit diesem Fahrzeug tauchten bald Probleme bei Ersatzteilen auf und war zudem vom technischen Standard weit überholt. So legte sich die Wehr 1989 ein neues Tanklöschfahrzeug, TLF 16/25, zu.

Erweiterung der Ausrüstung

Die Einsatzart bewegte sich immer mehr in die technische Hilfeleistung, so dass der Markt die Ausrüstung der Feuerwehr Wurmannsquick um eine Rettungsschere und einen -spreitzer ergänzte.

Fuhrpark der FFW wird auf 3 Fahrzeuge erweitert

Durch die zahlreichen Mitglieder folgte 1995 ein Mehrzweckfahrzeug (MZF 11/1), um die Einsatzkraft noch zu verstärken.

Feuerwehrgerätehaus vergrößert

Durch das ständige vergrößern der Ausstattung und den Zuwachs an Mitgliedern machte sich 2001 der erste Platzmangel im Feuerwehrgerätehaus bemerkbar. Nach vielem Hin und Her wurde nun auch das Gerätehaus wieder um eine Garage erweitert.

Neues LF 10/6

Da bei unserem bereits 31 Jahre alten LF 8 immer öfters Altersschwächen auftraten, war es an der Zeit für uns und den Gemeinderat sich Gedanken über ein neues Löschfahrzeug zu machen. Nach vielen Verhandlungen, Ausschreibungen und Besichtigungen wurde im Herbst 2003 ein neues LF 10/6 bei der Firma Magirus Iveco beauftragt. Am 19.03.2004 wurde das neue Fahrzeug mit Freude empfangen und unser altes LF 8 in den Ruhestand geschickt.

Der geistliche Rat unserer Gemeinde, Herr Michael Bichler, weihte das neue Fahrzeug am 02.07.2004 ein.

Neues Mehrzweckfahrzeug MZF 11/1

Nach mehr als 17 Jahren treuen Einsatzdienst traten beim vorhandenen Mehrzweckfahrzeug immer öfters gravierende technische Mängel auf. Insbesondere der Rost machte dem Fahrzeug sehr zu schaffen. Nachdem sich als Höhepunkt während einer Übungsfahrt auch noch fast das Lenkgestänge gelöst hatte, war allen Verantwortlichen endgültig klar, dass es dringend um einen Ersatz bedarf. Nach einem halben Jahr Planungszeit mit Angebotseinholung bei den Fahrzeugbauern, erhielt die Fa. Hensel aus Waldbrunn schlussendlich als günstigster Anbieter den Zuschlag.

Als große Herausforderung stellte sich die Finanzierung des Fahrzeugs dar, da es komplett eigenfinanziert werden musste. Da der Kassenbestand nicht ausreichend war, musste ein Kredit aufgenommen werden. Zusätzlich wurde 2012 eine Spendenaktion gestartet, die sehr erfolgreich verlief. Nach Abnahme durch Kreisbrandrat Johann Prex ist das neue Mehrzweckfahrzeug seit Januar 2013 in Dienst gestellt. Seinen kirchlichen Segen erhielt es im gleichen Jahr durch geistlichen Rat Herrn Michael Bichler am 04. Mai beim traditionellen Florianitag.

 

Die FFW Wurmannsquick ist damit sowohl aufgrund ihrer Ausstattung als auch ihrer Ausbildung in der Lage, ihren Aufgaben voll gerecht zu werden:

"Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr"

 

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Löscheimer 1875 Marktbrand
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TLF 16/25 1989
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